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Absaugung und Filterung

Warum sollte Lötrauch abgesaugt werden?

Handlöten mit Absaugarm
Da Lötrauch sehr giftig ist, muss er fachgerecht abgesaugt werden, um einerseits die Maschinen und die Umwelt zu schützen und andererseits die Arbeitnehmer vor gesundheitlichen Schäden sowie Geruchs- und Rauchbelästigung zu bewahren.

Lötrauch ist schädlich für die Gesundheit
Der Lötrauch enthält mehrere Bestandteile. Dies sind vor Allem Löse- und Flussmitteldämpfe sowie oxidierte Metalle.
Er setzt sich aus Feststoffen, Flüssigkeiten und Gasen zusammen.
Feststoffe sind entweder oxidierte Metalle oder Produkte der Reaktion zwischen dem Flussmittel oder seinen Bestandteilen mit der Luftfeuchtigkeit oder dem Luftsauerstoff. Viele Flussmittel flocken stark aus, das heißt, es bilden sich oft gröbere Partikel. Diese sind beim Eintritt in die Atemwege gefährlich, da sie die feinen Gefäße der Lunge verstopfen können.
Fein- und Feinststäube sind Feststoffe, deren Partikelgröße so gering ist, dass sie in der Lunge einfach aufgenommen werden und direkt in den Blutkreislauf gelangen. Insbesondere Schwermetalle sind hier besonders gefährlich, da sie eine starke Giftwirkung besitzen.
Die beim Löten entstehenden Dämpfe und Gase, meist Alkohol- oder Flussmitteldämpfe, sind oft reizend oder ätzend und können Augen und Atemwege reizen oder schädigen.
Manche im Lötrauch enthaltenen Stoffe, insbesondere Bestandteile der Flussmittel, können sogar die Poren der Haut passieren.

Generell ist Hautkontakt mit Loten und besonders mit Flussmitteln zu vermeiden, da letztere aufgrund ihrer technischen Aufgaben mindestens entfettend wirken.

Nicht zu vernachlässigen ist außerdem die Beeinträchtigung der Arbeitsqualität durch ständige Rauch- und Geruchsbelästigung. Eine ordentliche Absaugung kann die Freude am Arbeiten sowie die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit der Mitarbeiter erheblich anheben.

Lötrauch ist schädlich für die Umwelt
Zunächst kann man sagen, dass für den Menschen schädliche Stoffe auch schädlich für Pflanzen und Tiere sind.
Insbesondere muss man jedoch wieder eventuell im Lot enthaltene Schwermetalle aufführen, wie beispielsweise Blei oder Cadmium, die beim Lötvorgang oxidieren und sich über die Atemluft in der Umwelt verteilen. Schwermetalle sind extrem umweltschädlich. Sie reichern sich im natürlichen Kreislauf an und können Boden und Grundwasser für lange Zeit vergiften.
Doch auch reizende und ätzende Stoffe können häufig nur schwer biologisch abgebaut werden. Sie beeinträchtigen biologische Vorgänge und schädigen das Ökosystem mitunter dauerhaft.


Wie sollte Lötrauch abgesaugt werden?


Je nach Anwendungsfall müssen die Maschinen individuell angepasst werden, da beispielsweise das Kolbenlöten von Hand ganz andere Anforderungen stellt als das vollautomatisierte Induktionslöten.
Beim Handlöten ist wichtig, dass der Absaugarm flexibel ist und so positioniert werden kann, dass er nicht als störend empfunden wird, und dass die Absauganlage selbst nicht zu viel Platz einnimmt. Auch die Geräuschbelästigung am Arbeitsplatz sollte möglichst gering gehalten werden.

Aufgrund seiner Schädlichkeit muss Lötrauch gewissenhaft und möglichst vollständig abgesaugt werden. Hierbei ist wichtig, dass in der Filteranlage Module installiert sind, die für jede anfallende Partikelgröße den geeigneten Filter beinhaltet, damit feine Filter nicht zu schnell verstopfen und die Atemluft trotzdem restlos von Schadstoffen befreit wird.
Sachgemäßge Absaugung schützt die Umwelt und die Gesundheit der Mitarbeiter, verbessert die Arbeitsqualität und verlängert die Lebensdauer der Maschinen.

Eine Absaugmaschine muss an ihren Verwendungszweck angepasst sein.


Wie ist eine geeignete Filteranlage aufgebaut? Module und ihre Aufgaben.


Modul mit drei Ansaugstutzen
  • Ansaugstutzen. Hier werden Schläuche befestigt, durch welche die verschmutzte Luft eingesaugt wird.
Modul mit Aluminiumfilter und Taschenfilter
  1. Aluminium-Filter. Dieser Filter bildet eine Art Drahtgeflecht, der die gröbsten Schmutzpartikel auffängt, um zu verhindern, dass feinere Filter zu schnell verstopfen.
  2. Taschenfilter. Der Taschenfilter ist feiner als der Aluminium-Filter und verfügt durch seine Form über eine größere Kapazität als eine normale Vorfiltermatte (siehe unten).
Modul mit Z-Line-Filter und Partikelfilter
  1. Z-Line-Filter. Der Z-Line-Filter ist ein Feinstaubfilter, der durch seine gefaltete Form eine hohe Speicherkapazität aufweist und daher weniger schnell gesättigt ist als ein ungefalteter Filter.
  2. Partikelfilter. Hier werden noch feinere Partikel aufgefangen. Dies kann beispielsweise Rauch, Ölnebel oder Metallurgischer Staub sein.
Modul mit Aluminiumfilter, Vorfilter, Z-Line-Filter und Partikelfilter Dieses Modul ist als Alternative zu den beiden oberen einsetzbar, und dann sinnvoll, wenn weniger grober Staub zu erwarten ist.
  1. Aluminium-Filter
  2. Vorfilter. Diese Matte erfüllt die gleiche Funktion wie der Taschenfilter, verfügt jedoch über eine geringere Auffangkapazität. Wie alle Sättigungsfilter muss sie regelmäßig gewechselt werden: Ist der Vorfilter gesättigt, entsteht ein höherer Druck, der gröbere Partikel durch die Matte hindurchreißt und so Löcher erzeugt. Somit kann der Filter seine Aufgabe nicht mehr erfüllen.
  3. Z-Line-Filter
  4. Partikelfilter
Modul mit Aktivkohle
  • Aktivkohle. Die Aktivkohle ist ein Molekularfilter, das heißt, sie fängt selbst winzigste Giftstoffe ab. Es handelt sich um eine fein strukturierte Kohle, die auf Molekularebene ähnlich wie ein Schwamm aufgebaut ist, wodurch sie über eine sehr große innere Oberfläche verfügt. Die innere Oberfläche von 4 Gramm Aktivkohle entspricht etwa der Größe eines Fussballfeldes (Quelle, 01.07.2008).
Modul mit Motor und Bedienelementen
  • Motorteil. Hier befinden sich der Motor, der die schmutzige Luft über die Absaugstutzen ansaugt, sowie der Luftausgang und Kontrollelemente, mit denen man beispielsweise die Ansaugkraft regulieren kann.

Diese Module werden in den Absauganlagen der TBH GmbH verbaut.