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Feinstaub

Feinstaub ist ein Begriff für sehr feine Stäube. Man verwendet ihn synonym zum Begriff "Schwebstaub".

Schwebstaub ist die Bezeichnung für alle Partikel, die nicht gleich zu Boden sinken, sondern sich eine Weile lang in der Luft aufhalten und sich daher weiter verteilen können als größere Partikel.
Da Schwebstäube im Englischen als Particulate Matter bezeichnet werden, verwendet man international die Abkürzung "PM".

Man teilt Feinstäube nach der Größe ihres aerodynamischen Durchmessers ein. Der aerodynamische Durchmesser ist eine rechnerische Hilfsgröße, die man eingeführt hat, da Feinstäube in der Regel nicht kugelförmig sind und so nur schwer miteinander zu vergleichen sind.

  • PM10 sind Feinstäube mit einen aerodynamischen Durchmesser von weniger als 10 Mikrometern (µm). Ein Mikrometer ist ein tausendstel Millimeter.
  • Grobe Partikel haben einen aerodynamischen Durchmesser von mehr als 2,5µm.
  • PM2,5, die man auch als feine Partikel bezeichnet, haben einen aerodynamischen Durchmesser von unter 2,5µm.
  • Ultrafeine Partikel sind kleiner als ein Zehntausendstel Millimeter.

Feinstäube sind sehr gefährlich, da sie in die Lunge eindringen können.
PM10 sind auf jeden Fall lungengängig und erreichen den Bronchialbereich, PM2,5 erreichen sogar die Lungebläschen, in denen der Sauerstoff ins Blut aufgenommen wird, und verstopfen diese.
Ultrafeine Partikel passieren sogar die Filterfunktion der Lunge und mitunter auch der Haut. Sie gelangen direkt ins Blut und sind daher besonders gefährlich.

Feinstäube stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Gesichert ist jedoch die Tatsache, dass eine hohe Feinstaubbelastung entzündliche Reaktionen der Atemwege zur Folge haben kann.

Daher bestehen auch EU-weit gesetzliche Reglementationen zur Feinstaubbelastung. Diese müssen von den Mitgliedsstaaten durchgesetzt werden. In diesem Zuge entstanden und entstehen zahlreiche Luftreinhaltepläne.

(Quelle, 21.08.2008)

Auch Lötrauch enthält neben Flussmitteln zu einem großen Anteil Feinstaub. Da Lötrauch zusätzlich noch direkt giftige Stoffe (teilweise beispielsweise Schwermetalle) enthält, ist dieser Feinstaub besonders gefährlich und sollte auf keinen Fall direkt eingeatmet werden. Eine zuverlässige und gründliche Filterung ist daher empfehlenswert.