Skip navigation.
Home

Lot

Lote sind die Stoffe, mit denen gelötet wird. Bei einem Lot handelt es sich um eine Metall-Legierung, welche beim Löten eine Schmelze (also eine flüssige Phase) bildet, die sich oberflächlich mit den zu lötenden Metallen verbindet.

Um eine möglichst gute Lötverbindung zu erhalten, bestehen Lote aus einem bestimmten Mischverhältnis von Metallen, die sich jedoch von Anwendungsfall zu Anwendungsfall deutlich untscheiden. Teilweise enthalten sie Schwermetalle. Auch die Arten, das Lot aufzubringen, unterscheiden sich stark voneinander. Für mehr Informationen über Lötverfahren siehe Lötverfahren.

Eine ideale Lötverbindung ist möglichst dünn, da Lote in ausgehärteter Form weniger stabil sind als die Materialien, die sie verbinden sollen. Diese müssen vor dem Kontakt mit dem Lot gründlich gereinigt werden, sowohl mechanisch als auch chemisch (mit Hilfe von Lösungsmitteln).

Eine Einteilung von Loten erfolgt nach ihrer Arbeitstemperatur, also der Temperatur, an der sie sich verflüssigen. Man unterscheidet Weichlote, die sich bei einer Temperatur von unter 450°C verflüssigen, und Hartlote, mit denen bei einer Temperatur von über 450°C gearbeitet werden muss. Entsprechend lassen sich auch die Lötverfahren nach Art des verwendeten Lotes einteilen.

Bei automatisierten Lötverfahren wird das Flussmittel häufig separat angebracht, in handelsüblichem Lötdraht ist es direkt enthalten. Lote enthalten normalerweise nicht nur Metalle, sondern auch andere Stoffe, um zu gewährleisten, dass sie sich bereits bei einer derart niedrigen Temperatur verflüssigen.

(Quelle, 21.08.2008)